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WIR - Die Stiftung Neuronales Netzwerk

In der Medizin bezeichnet das neuronale Netzwerk das funktionierende Zusammenspiel unzähliger Nervenzellen. Die Stiftung Neuronales Netzwerk – Deutsche Stiftung für Menschen mit erworbener Hirnschädigung – wurde 2008 in Berlin gegründet. Sie hat das Ziel, sich am Aufbau eines leistungsfähigen und bedarfsgerechten Versorgungsnetzes für Menschen mit erworbener Hirnschädigung zu beteiligen. Hierzu fördert sie die öffentliche Diskussion und Aufklärung.

Gegründet wurde sie von dem gemeinnützigen Dienstleistungsunternehmen RC Partner für Reintegration und Chancengleichheit e.V.  Seit 2003 bietet der Unternehmensbereich RC reweca gGmbH spezielle kostenlose Beratungsdienste für diese Patientengruppe an und baut hierzu ein wachsendes Netzwerk von Ärzten, Psychologen, Therapeuten, Sozialrechtlern und anderen in diesem  Bereich aktiven Dienstleistern auf. Es sind die alltäglichen Erfahrungen mit dieser Klientengruppe wie auch zahlreiche Gespräche innerhalb des fachlichen Netzwerks, die RC dazu veranlasst haben, sich auch gesellschaftspolitisch für Menschen mit erworbener Hirnschädigung einzusetzen und die Stiftung Neuronales Netzwerk zu gründen.  

Der Vorstand der Stiftung Neuronales Netzwerk übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus. Vorsitzende ist die Juristin Sybilla Fried. Als langjährige Leiterin des Psychiatrie-Referats in der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit war sie unter anderem treibende Kraft bei der Enthospitalisierung von geistig behinderten und chronisch psychisch kranken Menschen, die in psychiatrischen Kliniken fehlplatziert waren.

Ihr Stellvertreter, der Diplom- Psychologe Michael Marterer, vertritt als Treuhänder den Stifter RC Partner für Reintegration und Chancengleichheit e.V., dessen Vorsitz er innehat.  Herr Marterer hat als Leiter der Heiltherapeutischen Abteilung in der damaligen Berliner Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und als fachpolitischer Berater des Landes Brandenburg im Rahmen des Investitionsprogramms Pflege für Menschen mit geistiger Behinderung maßgeblich zur Umsetzung der Psychiatrie-Reform und der Enthospitalisierung in Berlin und Brandenburg beigetragen.

Dringend nötig sind spezialisierte Angebote in allen Bereichen ambulanter medizinischer, beruflicher und sozialer Rehabilitation: Unter anderem fehlen individuell angepasste Wohn- und Betreuungs-, Arbeits- und Beschäftigungsangebote sowie Beratungs- und Anlaufstellen in vielen Regionen Deutschlands. Ziel aller Maßnahmen muss immer sein, das Recht der Betroffenen auf eine weitgehend selbstbestimmte Lebensführung  und die gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. 

Im Rahmen der Stiftung Neuronales Netzwerk soll auf die besondere Situation von Menschen mit erworbener Hirnschädigung öffentlich aufmerksam gemacht werden und eine Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv am Aufbau einer bedarfsgerechten Versorgung zu beteiligen.